Teil 2: Klärungen vor dem Hunde Einzug

Eine Woche nachdem ich Adele das erste Mal gesehen hatte, sollte sie einziehen. Nun gab es noch ein paar Einkäufe zu tätigen… denn im Vorfeld sind immer ein paar Fragen zu klären. Wie stellte ich mir das Zusammenleben mit Adele vor und was musste ich für ihre artgerechte Haltung noch besorgen. Meine Checkliste sah damals ungefähr so aus:

Checkliste:

  • Hundehalsband oder Geschirr?
  • Welche Leine?
  • Trocken- oder Nassfutter?
  • Steueranmeldung klären?
  • Hundeplätze und Hundeschulen in Köln?
  • Tierärzte in der Nähe?
  • Urlaubstage für die Eingewöhnungszeit?
  • Betreuung für den Hund in Notfällen?
  • Welche Hundehaftpflicht Versicherung?

Ich habe für euch wichtige Besorgungen und Überlegungen in einer To-Do Liste zusammengefasst. Diese könnt ihr hier runterladen:
To Do Liste – Hundeeinzug KOSTENLOS

Ich entschied mich für ein Geschirr, weil Adele noch sehr klein war und es angenehmer für sie zu sein schien. Für Welpen sind die Geschirre für Julius super. Man kann sie mit Klettverschluss schließen und öffnen und sie sitzen nicht zu stramm. Außerdem entschied ich mich gegen eine Flexileine, weil diese gefährlich sein können und kontraproduktiv für die Erziehung sind. 

Flexileinen sind sehr dünn und können sich in den schlimmsten Fällen um Hunde verheddern und in die Haut einschneiden. Bekommt ein Hund jedes Mal wieder “mehr Leine”, sobald er nach vorne stürmt und zieht, ist das keine gute Konditionierung. Der Hund soll ja lernen gemütlich neben einem laufen oder zumindest nicht an der Leine ziehen.

Kaufempfehlungen:

Bei uns gab es erstmal Welpen Trockenfutter. Adele sollte sich auch an diese Art von Futter gewöhnen. Damals kaufte ich Premiere von Fressnapf als Futter. Ich konnte die Steueranmeldung ganz leicht über die Homepage meiner Stadt finden, ausfüllen und los schicken.

Eine sympathisch wirkende Hundeschule hatte ich mir auch schon rausgesucht. Mir war es wichtig, dass Adele sofort Kontakt zu anderen Hunden in einer Welpengruppe bekam. Ein guter Tierarzt wurde mir auch schon empfohlen. Wichtig war mir auch, dass ich ihn leicht mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen konnte.

Ich hatte zu der Zeit frei. Was optimal war, weil ich mir so keine Urlaubstage nehmen musste. Ich wusste, dass ich mich die ersten Wochen voll und ganz auf meinen Hund konzentrieren konnte. Mit meinen Eltern hatte ich den Hundekauf, auch wenn ich nicht mehr bei Ihnen wohne, ebenfalls abgeklärt. Ein Hundekauf funktioniert nämlich nur, wenn man Freunde und Familie hat, die sich um den Hund kümmern würden, wenn man krank wird. Dafür hatte ich genug Leute, die mir anboten auf Adele aufzupassen. Das gab mir ein gutes Gefühl.

Die Hundehaftpflicht Versicherung war ein schwierigeres Thema, weil man auf einiges achten musste. Gut ist da ein Vergleich verschiedener Anbieter. Ich fand meine über die Seite: www.hundehaftpflicht-vergleichen.de, weil es die übersichtlichste Seite war mit guten Informationen und einem Vergleichtester. Ich fand so die Versicherung die am besten zu uns passte und alles abdeckte was mir wichtig war.

Außerdem hatte ich mir Geld zurück gelegt. Denn ich wusste, dass im ersten Jahr viele Impfungen auf mich zukommen würden und es außerdem immer gut ist, Geld gespart zu haben, falls mal eine ungeplante teurere Tierarztrechnung ins Haus kommt.

Als nächstes erzähle ich euch wie die erste Woche nach dem Einzug verlaufen ist und worauf ich geachtet habe…

Teil 1: Welcher Welpe passt zu mir?

Es war ein Mittwoch, an dem ich Adele das erste Mal sah. Sie gehörte zu einem Wurf von neun kleinen Welpen. Fünf Welpen waren bereits vermittelt, als ich mir die anderen vier ansehen konnte. Das Schöne war, dass der Familie Mama und Papa gehörten. Sprich, ich konnte beide Elternteile sehen. Sie waren beides Parson Jack Russell, aber ohne Papiere und die Mutter war so klein, dass sie in meinen Augen eher wie ein Jack Russell aussieht.

Es gibt in vielen Ratgebern Tipps, wie man den passenden Hund erkennt. Er soll zum Beispiel sofort auf einen zugelaufen kommen oder einem hinter her laufen. Allerdings spalten sich da die Geister. Es kann nämlich entweder sein, dass der Welpe ein liebenswürdiger Hund ist, der gefallen möchte oder ein aufgewecktes, anspruchsvolles Kerlchen. Was sagt also das freudige Rumtollen wirklich aus? Das ist schwer. Man sollte auf sein Bauchgefühl hören. Ganz wichtig ist es natürlich, dass man niemals einen Hundekauf unterstützt der auf einen Parkplatz stattfindet und man auch so Leid es einem tut von krank aussehenden Hunden die Finger lässt. Kommt man in so dubiose Situationen ist es natürlich trotzdem ratsam Tierschutzvereine einzuschalten. Vielleicht können diese dann als Profis den Hunden helfen!

Also worauf achtet man:

 

  • Ist der Hund aufgeweckt oder apathisch?
  • Hat der Hund glänzendes Fell und saubere Ohren und Augen oder sieht er krank aus?
  • Lässt der Hund sich auf den Rücken drehen oder wehrt er sich dagegen mit allen Mitteln?

 

 

Den Test würfe ich immer nur mit Absprache mit dem Züchter vornehmen. Der Welpe wird dafür  auf dem Arm oder am Boden vorsichtig auf den Rücken gedreht und dabei ganz behutsam festgehalten und gemustert. Dieses Verhalten führen Hundemütter mit ihren Welpen regelmäßig aus. Wenn der Welpe Rebellion zeigt und wird hektisch wird und lässt sich auf keinen Fall festhalten, könnte ihm Unterordnung auch in der Erziehung später schwer fallen. Dies kann unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Je nachdem ob der Welpe sogar beißen will oder einfach nur die Flucht ergreift und ob er im Nachhinein angespannt mit erhobener Rute davon läuft oder nicht.

Ich kann aus der persönlichen Erfahrung sagen, dass ich mich auf mein Bauchgefühl verlassen habe. Ich hatte schon Bilder der Welpen gesehen und fand Adele und einen der Brüder sehr süß. Hatte mich aber nicht festgelegt. Den Namen hatte sie übrigens schon. Es war ein A Wurf, also der erste Wurf ihrer Mutter und ich habe den Namen dann einfach beibehalten. Mit der Liebe zu einer bestimmten Sängerin hat das also nichts zu tun 😉 … Adele war als ich sie das erste Mal sah, im Gegensatz zu ihren drei Brüdern, völlig uninteressiert an mir. Während die drei neugierig auf einen zu kamen und sich ziemlich schnell bei dem Freund, mit dem ich da war, auf den Schoß legten, lehnte Adele meinen ersten Annäherungsversuch mit Schulterzucken ab. „Willst du an meiner Hand schnuppern?“, war quasi meine Frage, mit vorgestreckter Hand. „Nö… grad nicht!“, schien sie zu antworten und tappte gemütlich weiter.

Doch als die drei Rüden auf dem Schoß lagen, kam auch Adele und legte sich oben auf alle drei drauf. Sie war übrigens die Kleinste von allen. Als sie bemerkte, dass das ganze ein wenig ungemütlich war, wurde ich doch interessant. So krabbelte sie vorsichtig auf meinen Schoß und schlief auf einem meiner Beine ein. Sie rutschte schlafend zur Seite und ich schob sie behutsam zurück auf meinen Schoß. Vielleicht war es da schon um mich geschehen.

Als wir gehen mussten, setzte ich Adele zurück in den Auslauf und sie blieb als einzige von den Welpen in meiner Nähe und spielte mit einem Ball. Die Tochter sagte: „Ich glaub da hat sich schon jemand entschieden. Adele für dich.“ und der Vater hob sie noch einmal hoch und sagte zu Adele: „Verabschiede dich, Adele. Willst du noch ein Küsschen geben?“ und da schleckte Adele mir über die Wange, als hätte sie das verstanden. Und man weiß ja wie viel man in so Momente rein interpretiert. Aber Adele hatte es mir auch echt schwer gemacht. Auf der Rückfahrt war mir schon klar, dass ich mir die Shelties nicht mehr angucken werde…