Welche Nüsse dürfen Hunde fressen?

Nussarten gibt es viele, deshalb ist es wichtig zu wissen welche unsere Hunde fressen dürfen. Aus dem Grund habe ich hier eine Liste von verträglichen und unverträglichen Nüssen zusammen gestellt. Ihr dürft diese in den Kommentaren gerne beliebig erweitern, damit ich dann in einem Monat ein schönes zusammengefasstes pdf zum ausdrucken zusammen stellen kann, auf dem dann alles schön aufgelistet ist. Hier sind die Nüsse, die ich gefunden habe…

verträgliche Nüsse:

Erdnüsse:

Erdnüsse sind für einen gesunden Hund in den meisten Fällen unschädlich. Sie enthalten etwa 25% Eiweiß und haben dementsprechend einen hohen Nährwert. Diese Nuss gehören mit zu den Magnesiumreichsten Pflanzlichen Lebensmittel (etwa 180g / 100 g), auch wichtige Omega-3-Fettsäuren werden durch sie geliefert.

Allerdings können Sie für Hunde mit einer Herz- oder Nierenschwäche gefährlich sein. Einige Statistiken belegen, dass die Erdnuss ein Auslöser von epileptischen Anfällen sein kann. Wie bei uns Menschen gibt es ebenso Hunde die eine Erdnuss- Allergie haben. Auf kein Lebensmittel wird so oft allergisch reagiert wie auf die Erdnuss.

Haselnüsse:

Haselnüsse enthalten einen hohen Kalziumgehalt sowie den Vitaminen B1, B2 und E. Aber Haselnüsse sind auch kalorienreich und enthalten viel Fett und Eiweiß. Dicke Hunde sollten deshalb nur sehr selten Haselnüsse fressen.


Wichtiger Hinweis: Man liest seit kurzem häufiger von allergischen Reaktionen! Ob es an der Haselnuss liegt oder an Pestiziden, die oft in Plantagen eingesetzt wurden, konnte bisher nicht geklärt werden!

Kokosnuss:

Kokosnüsse sind reich an Vitamin E, Vitamine der B-Gruppen sowie Biotin und Folsäure. Außerdem besitzen Kokosnüsse einen niedrigeren Fettanteil als viele andere Nüsse. Das liegt an dem hohen Wasseranteil der Kokosnuss. Außerdem füttern einige Besitzer Kokosnuss, um einem Wurmbefall beim Hund vorzubeugen. Bei fettleibigen Hunden sollte man trotzdem nicht viel Kokosnuss verfüttern, da diese trotzdem dadurch zu schnell zunehmen können.

Mandeln:

Bei Mandeln ist der Magnesium, Calcium und Kalium Gehalt höher als bei anderen Nüssen. Die Steinfrüchte enthalten Spuren von Zucker, Vitamin B und E. Sie besitzen zudem einen sehr hohen Anteil an Folsäure.

Wichtiger Hinweis: Einige Mandelbäume tragen ebenfalls die Bittermandel. Diese ist äußerlich leider kaum von den süßen Mandeln zu unterscheiden. Sie enthalten allerdings ca. 3% bis 5% Amygdalin, ein cyanogenes Glycosid. Erst während dem Verdauungsprozesses wird die giftige Blausäure abgespalten. Das Naschen der rohen, ungekochten Bittermandel kann deshalb für einen kleinen Hund äußerst gefährlich sein!

Paranüsse:

Paranüsse bestehen zu einem großen Teil aus Fett und Eiweiß. Sie enthalten also viele Kalorien. Füttert deshalb dicken Hunden und Hunden die zu Übergewicht neigen lieber nur selten und vereinzelnd Paranüsse. Für alle anderen Hunde ist es auch besser, wenn Paranüsse dem Hundefutter nur ab und an beigemischt werden. Die Paranuss enthält unter anderem viel Vitamin B1 und ist als pflanzliche Quelle für Selen auf jeden Fall eine gute Option. Beispielsweise bei einer Autoimmunerkrankung der Schilddrüse des Hundes wäre Selen als Bestandteil im Futter von Vorteil.

Pekanüsse:

Die Pekanuss ist eine Verwandte der Walnuss und kann ebenfalls hin und wieder in das Hundefutter gemischt werden. Allerdings sollte man die Pekanuss lieber fein gemahlen verwenden.

Reife Walnüsse ohne Schale:

Walnüsse ohne Schale sind gut für das Herz des Hundes und enthalten eine Vielzahl von wertvollen Fetten. Weil sie zu den fettreichsten Nussarten gehören, sollten Hunden die an Fettleibigkeit leiden, Walnüsse nur selten fressen.

Wichtiger Hinweis: Die grüne Schale ist giftig! Diese darf nicht gefüttert werden! Mehr bei unverträgliche Nüsse.

Nachfolgend sind unverträgliche Nussarten aufgelistet. Außerdem wird auf Symptome verwiesen. Diese Nussarten sind absolut tabu! Je nach Verzehrmenge einer dieser Nussarten und abhängig von den Symptomen sollte in jedem Fall ein Arzt verständigt und im Notfall schnellstmöglich aufgesucht werden!

unverträgliche Nüsse:

Macadamia- Nuss

Die für Menschen essbare Sorte der Macadamia- Nuss ist für Hunde absolutes Gift! Sie enthalten Cyanogene und Glykoside. Durch langes Auslaugen können die Glykoside zwar entfernt werden, ändern allerdings nichts an der Genießbarkeit für Hunde!

Symptome: Bei Hunden kommt es innerhalb von ungefähr 12 Stunden zur Schwächung und sogar zur Lähmung des Hinterleibs. Je nach verzehrter Menge und dem Körpergewicht des Hundes kann es zu Gelenkschmerzen, Muskelzuckungen und Unterleibsschmerzen kommen. Des weiteren kann es zu Erbrechen und Fieberschüben kommen. Bei einer größeren verzehrten Menge können Opiate die Folgen bis zum Abklingen lindern. Nach 24 bis 48 Stunden erfolgt dann oftmals eine völlige Genesung.

Unreife Walnüsse

Unreife Walnüsse können für einen Hund sehr giftig sein! Die grüne Schale, sowie die Nuss können von einem Pilz, dem Penitrem A, befallen sein. Die grüne Walnuss- Schale ist außerdem reich an Gerbsäure und kann auch deshalb zu gesundheitlichen Problemen führen.

Symptome: Bei vielen Hunden kommt es nach Verzehr zu einer Art epileptischem Anfall, Zittern, Nervenkrämpfen oder Erbrechen. Die grüne Schale führt zu Magen und Darmbeschwerden und kann somit Durchfall auslösen.

Schwarznuss

Die Schwarznuss ist mit der Walnuss verwandt und kommt aus Nordamerika. Hier gelten die gleichen Wirkungen und Symptome. Die Schalen können ebenfalls von einem Pilz befallen sein. Dieser enthält den Wirkstoff Roquefortin C und führt beim Hund durch seine stark neurotoxische Wirkung, einer Art Nervengift, zum Tod.

Symptome: Die Symptome reichen ebenfalls von Erbrechen und Zittern, über Krämpfe und Versteifung der Gliedmaßen bis zu epileptischen Anfällen und im schlimmsten Fall  zum Tod.